Zum zweiten Mal in Folge nahmen wir dieses Jahr an DER jährlich stattfindenen Veranstaltung der Akademischen Motorsportgruppe Stuttgart teil: dem Akademischen. Erstmals in der Geschichte wurde allerdings die IDM Variante des Hockenheimrings befahren, da die Kurzanbindung aufgrund von baulichen Veränderungen nicht mehr zur Verfügung steht.

Als Vereinsmitglied des ausrichtenenden Vereins gehört es natürlich zur Pflicht an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Im Gegensatz zu letztem Jahr nahmen wir allerdings dieses Jahr nicht mit unserem E30 am Fahrtraining teil, welches im Stile einer klassischen Gleichmäßigkeitsprüfung stattfindet. Stattdessen starteten wir in der Gruppe des Sporttrainings, welche ausschließlich Fahrzeuge mit Wagenpass zulässt sowie keine Rundenzeiten vorgibt. Vielmehr kann hier frei gefahren werden. Perfekt für unseren E36 318TI. Tatsächlich war es die erste Veranstaltung dieses Jahr, bei welcher wir zusammen in unserem Fahrzeug fahren konnte und und so gegenseitig Hilfestellung beim Fahren geben konnten.

Hatte es am Vorabend und in der Nacht noch geregnet, begann der Morgen grau und mit viel Nebel. So viel Nebel, dass der Start der ersten Gruppe von9 Uhr auf 10:30 Uhr verlegt werden musste. Der Nebel war derart dicht, dass die Streckenposten keine freie Sicht auf die Strecke hatten und somit ein Befahren der Strecke aus Sicherheitsgründen nicht möglich war. Die Teilnehmer nahmen es weitestgehend gelassen und erfreuten sich stattdessen an den, teilweise sehr ausßergewöhnlichen, Fahrzeugen.

Rennwagen im Nebel - das Akademische
Unser 318TI wartet im morgendlichen Nebel auf seinen Einsatz. Fotograph: Tin-Shin Hsu

Mit deutlich Verspätung konnten wir dann am späten Vormittag zu unserem ersten Stint auf die Strecke, was auf Slicks und bei immernoch feuchten Bedingungen eine sehr rutschige Angelegenheit war. Aber da es nicht darum ging eine gute Zeit zu fahren, ließen wir es ruhig angehen und konzentrierten uns lieber darauf eine saubere Linie zu fahren. Auch setzte ich (Chris) in diesem ersten Stint die Bremspunkte deutlich früher als gewöhnlich, denn obwohl die Ideallinie durch die vorherigen Läufe gut befahrbar war, wurden die Reifen aufgrund der niedrigen Temperaturen nicht warm und hatten überraschend wenig Grip. Insbesondere die Linkskurve vor der Mercedestribüne war besonders rutschig, sowohl im Anbremspunkt als auch beim Herausbeschleunigen. Es lässt sich aber an dieser Stelle bereits festhalten, dass die IDM Variante des Hockenheimrings (also ohne die Parabolika) eine sehr schöne Variante ist und Spaß macht.

Die Mittagspause bzw die Zeit zwischen unseren Stints nutzen wir, um uns die Fahrzeuge der anderen Teilnehmer anzuschauen. Während des Akademischen fahren traditionsgemäß die Kollegen vom DASV ihren Rennlauf. Dabei entdeckten wir ein paar alte Bekannte aus der NAVC Rundstreckenchallenge, die während des Akademischen ebenfalls ihren Saisonabschluss feiern.

Rennwagen in Boxengasse
Alte Bekannte aus der NAVC Rundstreckenmeisterschaft

Beim zweiten Stint am Nachmittag war der Nebel verschwunden und die Strecke weitestgehend trocken. Sabrina übernahm das Steuer und drehte ihre ersten Runde am heutigen Tage. Durch das Verschwinden der Feuchtigkeit war die Strecke jetzt deutlich schneller und der Spaßfaktor höher. Der zweite Stint war ein Doppelstint, sodass wir bei der Hälfte einen Fahrertausch vornahmen und nun Chris im Trockenen ebenfalls noch ein paar Runden drehen konnte. Aber auch hier führten die kalten Temperaturen dazu, dass die Reifen, insbesondere beim Anbremsen, nicht so viel Grip aufbauen konnten, wie wir es aus den vergangenen Rennen gewohnt waren.

Letztendlich sind wir mit diesem Tag sehr zufrieden. Da wir zu jederzeit gleichzeitig im Auto saßen, gibt es leider keine weiteren Bilder unseres Fahrzeuges in Aktion. Und auch wenn uns, der Veranstaltung und allen anderen Teilnehmern das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, so war es doch ein gelungener Saisonabschluss. Wir konnte nochmal ein paar freie Runden drehen bevor wir unseren BMW in den Winterschlaf schicken. Aber nur weil unser Auto sich für nächsten Wochen zurückzieht, ist das kein Grund für uns es ihm gleich zu tun. Im Gegenteil, denn das nächste Projekt steht bereits in den Startlöchern…

Das 52. Akademische auf dem Hockenheimring
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